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Mama hatte kürzlich Geburtstag und spendierte mir damit den perfekten Anlass, Russischen Zupfkuchen zu backen – zum ersten Mal ohne Backmischung! :D Weil meine Freundin kein Getreidemehl u.ä. verträgt und Mandelmehl die Welt kostet und zudem nur online erhältlich ist, habe ich mir gedacht, ihn stattdessen mit gemahlenen Mandeln zu backen. Es hat geklappt und ich habe mir sagen lassen, ein solches Rezpet gilt als low-carb (keine Garantie, ich kenne mich nicht aus und vielleicht muss der Zucker dazu auch ersetzt werden).

Zutaten

Zutaten (für 24er Springform):

  • 200 g blanchierte gemahlene Mandeln
  • 100 g reines Kakaopulver (nicht das mit Milchpulver und Zucker drin)
  • 225 g Zucker (100 für den Teig, 125 für die Füllung)
  • 6 Eier (2 für den Teig, 4 für die Füllung)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 EL Rum
  • Butter (zum Fetten der Springform)
  • 500 g Speisequark (40% Fett)
  • 200 g Schlagsahne
  • 1 TL Orangen-Aroma (oder worauf immer ihr steht)
  • Prise Salz

Dauer:
90-120 Minuten

Zunächst werden die Mandeln, der Kakao und das Backpulver zusammengegeben… die tatsächliche Zubereitungszeit hängt stark davon ab, ob ihr die Mandeln siebt und wenn ja, wie grob das Sieb ist.  Ich habe mich zum Sieben entschlossen, damit es keine Klumpen gibt – das allein hat aber eine gute halbe Stunde gedauert. ^^; (Auch Menschen mit weniger Geduld sollten zumindest das Backpulver sieben, sollte es nicht ganz frisch und unklumpig sein.) Anschließend kommen 100 g Zucker, 2 Eier und 1 EL Rum in die Mischung und diese unter einen rotierenden Knethaken. Das Ganze führt zu einem dunklen, relativ klebrigen Teig (Mandeln sind sehr fettig, weswegen dieses Rezept auch ohne Butter auskommt).

Zubereitungsschritte

Eine etwa faustgroße Kugel Teig muss abgezwackt werden für die Zupferl des Kuchens. Die Hälfte des verbliebenen Teigs wird vorsichtig am Boden der gefetteten(!) Springform angedrückt – vorsichtig deshalb, weil er ziemlich schnell reißt. Die andere Teighälfte wird zu mehreren Würstchen gerollt und gleichmäßig am Rand hochgedrückt… auf dem Foto ist das kaum zu erkennen, aber ich habe ihn etwa daumenhoch bekommen.

ZubereitungsschritteFür die Füllung werden 4 Eier mit 125 g Zucker, einer Prise Salz und (wenn gewünscht) 1 TL Orangen-Aroma zu einer einheitlichen Masse geschlagen und mit dem Quark vermengt. Die Schlagsahne habe ich in einem Extragefäß geschlagen und dann untergehoben – keine Ahnung, ob das den Kuchen am Ende fluffiger gemacht hat oder nicht. :) Auf jeden Fall wird diese Mischung danach auch in die Springform gekippt und der Ofen auf 180°C vorgeheizt.

Zubereitungsschritte

Nun kann der restliche Teig zu Zupferl gerissen und gleichmäßig (oder auch nicht) auf dem Kuchen verteilt werden; vorzugsweise mit wenig Schwung, sonst gehen sie dreist auf Tauchstation. :P Um mehr Zupferl zu bekommen, sollte auch der noch überstehende Randteig mit einem Teelöffel abgezwackt werden. Wenn das Resultat zufriedenstellend aussieht, kommt es für 45-60 Minuten in den Ofen (die Zeit hängt von der Springform ab – vorsichtshalber nach 45 Minuten schon mal mit einem Zahnstocher prüfen, ob der Quark noch flüssig ist). Im Ofen bläht sich der Kuchen zwischenzeitlich zu einem Ballon auf, aber das ist normal und endet spätestens kurz nach dem Rausnehmen.

Auch nach dem Abkühlen wird der Teig nicht so trocken wie bei Zupfkuchen mit Mehl, sondern bleibt immer leicht klebrig-feucht. Das ist aber eigentlich toll, denn auch nach zwei Tagen im Kühlschrank ist der Kuchen so lecker wie am ersten Tag! :)

Stück Kuchen

Mmmmm~

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