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Violette Seite mit schwarzen Silhouetten von zwei Personen, dazwischen Lagerfeuer aus Papierschnipseln und gestempeltes Feuerwerk

Jahreswechselfeiertage auf dem Lande, mit tollen Menschen, gutem Essen und Lagerfeuer

Zunächst hieß es erst mal, ein geeignetes Buch zu finden, in dem ich mit Farbe, Kleber und weiß-der-Geier-was rummantschen kann, ohne dass mir die Seiten zerreißen. Im Internet hab ich am häufigsten die Empfehlung gefunden, das Moleskine Skizzenbuch zu verwenden, vermutlich, weil es das nahezu überall zu kaufen gibt. :) Mir war das Format aber erstens nicht groß genug und zweitens das Papier zu glatt und immer noch einen Tick zu dünn, sodass ich mich schließlich für ein Aquarellbuch von Modulor entschieden habe (das kleine Aquarellbuch von Moleskine ist leider im Querformat, was online meist auf den ersten Blick nicht auffällt).

Fotostrecke, illustriert darunter stehenden Abschnitt

Das Buch hat 64 Seiten, ich brauche aber nur 53 (eine pro Kalenderwoche), sodass ich kurzerhand jede fünfte Seite vorsichtig herausgetrennt habe. Das ist vermutlich auch ganz gut so, denn wenn ich mehrfach Papier in das Buch klebe, wird es sich irgendwann unweigerlich wölben. :/ Die erste Seite habe ich zudem an den Buchrücken geklebt… leider etwas unvorsichtig, sodass sie nicht glatt anliegt. Na ja, eh zu spät – ich nenne das Kunst! :P

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Wo ich schon mal im Modulor-Laden unterwegs war, habe ich auch gleich andere Hilfsmittel gekauft, z. B. Gesso, um meine Seiten zu grundieren (darauf lässt sich besser und farbsparender malen) und Bindex, um Collagen zu kleben oder zu lackieren. Da ich mich anfangs mit diesen Materialien null auskannte und nicht wusste, ob mir das wirklich zusagt, habe ich erst mal das günstigste genommen. ;) Ich habe auch sicherheitshalber auf den herausgeschnittenen Seiten experimentiert, bevor ich Hand ans Journal angelegt habe. So habe ich z. B. festgestellt, dass ich nur wasserlösliche Stempeltinte besitze, die auch von Bindex gelöst wird. Dasselbe passierte mit meinen Aquarellstiften und Gelatos (zu denen mehr nächste Woche). Die Stempeltinte ließ sich mithilfe eines öligen Babytuches trotzdem cool auf dem Gesso verwischen, allerdings hätte ich an einigen Stellen schneller arbeiten müssen, damit keine Schlieren bleiben. Na ja.

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Anschließend habe ich noch etwas Glitzerwasser draufgespritzt und dann den Spaß erst mal einige Stunden trocknen lassen. Währenddessen habe ich aus Origami- und Scrapbook-Papier das gewünschte Motiv (zwei Personen am Lagerfeuer) ausgeschnitten und im Journal mehrfach hin und her geschoben, bevor ich zufrieden war.

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Danach habe ich alles mit Bindex fixiert (das schwarze Origami-Papier ist damit übrigens nicht so gut klargekommen und hat einen Teil der Farbe verloren) und kurzerhand die gesamte Seite mit Bindex überpinselt, damit alles etwas dunkler wird. Außerdem habe ich mit schwarzer wasserfester Tinte für mehr „Schatten“ gesorgt sowie mit einem großen Stempel schwache Umrisse von Bäumen und anschließend mit Gold, Silber und Bronze Feuerwerk gestempelt. Dazu habe ich die sogenannte Embossing-Technik genutzt, die hier ganz gut erklärt wird (auf den Fotos sieht man den schönen Glanz nicht so). Das Ganze habe ich erneut mit Bindex überpinselt und noch mehr Glitzer (weil Feuerwerk!) drübergestreut. :D Zum Schluss habe ich noch etwas Text gestempelt und festgestellt, dass weiße Tinte immer wieder verwischt und Gelstifte auf so glattem Untergrund ganz schnell aufgeben. Musste also einen weißen Edding kaufen. Dann noch Entstehungsdatum gestempelt, fertig. :)

Nachtrag: der angegebene Preisaufwand von [€€€] rührt natürlich daher, dass ich einmalig ein Journal und einige neue Materialien kaufen musste. Also keinen Schreck kriegen! ;)

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