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DekoregalIch bin absolut kein Fan von Regalen zum Hinstellen, was vermutlich daran liegt, dass ich den Platz am Boden meist für was anderes brauche. Regale gehören für mich an die Wand, und zwar möglichst in genau der Länge und Anordnung, die mir gefällt und nicht bereits irgendein_e Designer_in vorgegeben hat. Daher stehe ich total auf frei veränderbare Regalsysteme.

Ich weiß nicht, ob diese noch unter anderem Namen existieren – ich habe viele verschiedene Begriffe erst durch die Baumarkt-Suchmasken gejagt und dann gegoogelt, bis ich endlich auf der Webseite von Element System gelandet bin, die genau das beschreibt, was ich meine. (Vielleicht ist das auch die einzige Firma, die sowas herstellt?) Auf jeden Fall nutze ich solche Regalsysteme schon seit Jahren und würde sie jederzeit weiterempfehlen.

Momentan stehe ich kurz vorm Umzug und werde sie demnächst abbauen müssen – es gibt also keinen besseren Zeitpunkt, diesen Blogeintrag zu machen, damit ich weiß, wie ich den Spaß hinterher wieder zusammenbauen muss. ;)

Die Kosten solcher Regalsysteme variieren je nach Breite, Tiefe, Material und Design des Regals sehr stark; ich kann nicht mehr genau sagen, wie viel ich ausgegeben habe… ich tippe aber schon um die 100 Euro, denn obwohl die einzelnen Teile gar nicht so viel kosten, addieren sich die Bretter, Wandschienen und Träger doch ganz schnell zu einem ordentlichen Sümmchen zusammen. Alle benötigten Materialien gibt es in so gut wie jedem Baumarkt zu kaufen; ich habe mich für unlackierte Glattkantbretter aus Fichte entschieden, da dieses deutlich günstiger sind als „richtige“ Regalbretter und zudem in vielen verschiedenen Längen und Breiten angeboten werden. Auch die Wandschienen gibt es in mehreren Längen, und der Abstand der Regalbretter kann innerhalb dieser variiert werden, je nachdem, wo sie eingehakt werden.

Leere WandGrundsätzlich ist für solche Regalsysteme eine leere Wand von Nöten. (Ach watt!) Bei mir gab es sogar zwei freie Wände, für die ich zwei unterschiedliche Regale geplant hatte: links ein großes Regal für meine Bücher, rechts ein schmaleres für Lieblingsbücher, Bilderrahmen und Deko-Zeugs. Praktischerweise gibt es sowohl Einzel- als auch Doppel-Wandschienen mit Trägern in jeweils verschiedenen Längen (sowohl in Bezug auf Regalhöhe als auch Tiefe) zu kaufen.

Ganz elementar ist es natürlich, vorher zu wissen, wie das Regal aussehen soll, damit mensch die passenden Teile und Bretter kaufen kann. Berechnung des kleinen RegalsBei mir hat dieser Teil der Arbeit aufgrund ständiger Neuüberlegungen als auch leichter mathematischer Unzulänglichkeiten wohl am längsten gedauert. :P

Irgendwann war ich dann aber mit meinen Planungen zufrieden und konnte mit dem Einkauf loslegen. Für die Tiefe des Bücherregals hatte ich 25 cm und fürs „Dekoregal“ 15 cm geplant, wobei es Letzteres nicht gab und ich – nach kurzem Fluchen – auf die Idee kam, mir einfach 30-cm-Bretter halbieren zu lassen (kostenloser Service im Baumarkt). Das war im Endeffekt sogar billiger. :)Bretter lackieren

Wichtig ist es, unlackierte Bretter erst einmal mit Schleifpapier zu glätten und sie danach gegen Staub und Wasser zu schützen. Dafür sind Holzlasur, eine größere, gut belüftete Arbeitsfläche und Geduld nötig, denn die behandelten Bretter sollten etwa 24 Stunden lang trocknen. Außerdem machte zumindest mir das Streichen keinen Spaß, weil: stinkend und laaaangweilig!

Während die Bretter trockneten, brachte ich mit Hilfe meines Stiefvaters die Wandschienen (die er zuvor mit einer Metallsäge zerteilt hatte, weil ich mehrere kurze Stücke haben wollte) an den Wänden an und maß ungefähr 7.000 mal nach, ob die Abstände denn auch wirklich stimmten… vermutlich kriegen andere so etwas deutlich schneller hin als ich.

Einen Tag später konnte ich dann auch die getrockneten Regale auflegen und an den Halterungen festschrauben, um gleich darauf freudestrahlend die Regale zu bestücken. =)

Leere Regale

Tag 1

Gefüllte Regale

Tag 2

Doppel-Wandschiene (TWIN)Einzel-Wandschiene (SINGLE)Das große Bücherregal (links) ist durch die Doppel-Wandschienen (also dickere Träger, die mit zwei statt nur einem Haken eingehängt werden) sehr stabil, das Dekoregal (rechts) ist dahingegen etwas filigraner.

Für schwere Sachen wie z. B. Bücher würde ich generell Doppel-Wandschienen empfehlen; deren Träger lassen sich mit Schrauben an den Regalen befestigen, was ich persönlich besser finde als diese kleinen Extrateile zum Anschrauben, die für die Einzel-Wandschienen (deren Träger vorne wie ein Haken leicht nach oben gebogen sind, damit die Bretter nicht wegrutschen) benötigt werden.

Ich jedenfalls mag meine Regale total gern und freue mich schon darauf, dass sie bald mit mir umziehen und neu eingeräumt werden können. Und ja, natürlich hätte ich das Dekoregal nicht wirklich gebraucht – ich wollte aber unbedingt eines haben! Wie sonst hätte ich schließlich meine Lieblingsbücher hervorheben und wo meinen tollen, selbstzusammengebauten Blumenstrauß hinstellen sollen? ;)

Deko Deko Deko <3

Deko-Kitsch ♥ ♥ ♥

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