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Ich habe (schon wieder) ein weiteres neues Hobby: Bügelperlen! Die kennt ihr vielleicht noch aus Kindergarten- oder Hortzeiten, aber sie sind ganz sicher nicht nur für Kinder gedacht. ;) Zum Einstieg in das Bügelperlen-Thema möchte ich euch Omis „Weihnachtsfisch“ vorstellen und beschreiben, wie er geboren wurde.

Omis Weihnachtsfisch - Geld natürlich optional ;)

Omis Weihnachtsfisch – Geld natürlich optional ;)

Eigentlich bin ich nur ganz zufällig auf die Bügelperlerei gekommen, als ich mit Freund_innen an einer kleinen Adventsbastelveranstaltung in Berlin teilnahm. Dort hatte ich das erste mal nach über zehn Jahren wieder Bügelperlen in der Hand und so großen Spaß damit, dass ich gleich am darauffolgenden Tag in den nächstbesten Spielzeugladen spazierte und mir eine große Box gemischter HAMA-Perlen kaufte. Das war auch ganz gut so, denn zu dieser Zeit brauchte ich dringend eine Weihnachtsgeschenkverpackung für meine Omi, der wir  Fische für ihr Aquarium schenken wollten. Da wir selbst kein Aquarium haben und sich lebendige Fische ohne selbiges nicht so lange halten, brauchte ich irgendetwas fischförmiges, um ihr das in Verbindung mit Fische-Kauf-Geld unter den Weihnachtsbaum zu legen. Auf Papierbastelei hatte ich gerade keine Lust und Geldscheine zu Fischen zu falten hatte sich als extrem nervig herausgestellt – die neu gekauften Bügelperlen waren dahingegen perfekt! =)

Fischmotiv aus SES-BügelperlenWas ich nicht hatte, war eine fischförmige Steckplatte für die Perlen (ja, sowas gibt es tatsächlich zu kaufen!), sodass ich mein Motiv frei auf einer quadratischen Platte legen musste. Ich hatte aber ein Fischmotiv auf einer Packung SES-Perlen entdeckt, welches ich als Vorlage benutzte.Fisch-Umriss

Das Blöde war, dass ich nach dem Auslegen des Umrisses feststellen musste, dass meine Platte ein wenig zu klein war… die nächste halbe Stunde ging also allein mit dem Hin- und Herschieben von Perlen drauf, bis es so einigermaßen klappte. Ich glaube, es ist sowieso grundsätzlich so beim Arbeiten mit Bügelperlen so, dass sie andauernd etwas hin- und hergeschoben werden oder Farben ausgewechselt werden müssen, damit es gut aussieht. Fisch-Umriss2Es ist auch äußerst ratsam, beim Arbeiten mit Bügelperlen eine Pinzette benutzen.

Ich empfehle zudem, das Motiv immer mal wieder mit zusammengekniffenen Augen zu betrachten, weil das leicht verschwommene Bild dem gebügelten Motiv oft näher kommt als die noch losen Perlen; ebenso ist es gut, ab und zu ein Foto zu machen – selbst, wenn’s nur mit dem Handy ist -, weil das Motiv darauf manchmal ganz anders wirken kann. (Ich war jedenfalls froh, Fotos gemacht zu haben, denn zwischendurch sprang eine Katze aufs Bild, sodass ich von vorne beginnen konnte. -_-)

fertiger Fisch, ungebügeltNachdem ich mich zu Anfang noch ziemlich genau an die Vorlage gehalten hatte, wich ich irgendwann davon ab und benutzte z. B. für alle Flossen transparente Perlen, da das in meinen Augen besser passte. Auch die Farbgestaltung des Körpers veränderte sich mehrere Male, bis ich schließlich irgendwann zufrieden mit dem Ergebnis war. Der nächste Schritt war das Bügeln, vor dem ich ein wenig Bammel hatte, da ich nicht wusste, wie heiß das Bügeleisen sein durfte. Ich habe mich dann für Stufe 2 entschieden, doch die heißeste Stufe geht auch, wie ich inzwischen weiß.

fertiger Fisch unterm BügeleisenDas Wichtigste ist natürlich, dass zwischen dem Eisen und den Bügelperlen Back- oder Butterbrotpapier liegt!! Außerdem eignet sich nur eine harte Unterlage wie z. B. ein Holzbrett oder der Fußboden (Vorsicht bei Teppich, der ist nicht bügelfest :D), denn auf Bügelbrettern oder anderen weichen Unterlagen biegt die Platte durch und die Perlen in der Mitte schmelzen nicht ordentlich oder werden gar durch die Hitze des Bügeleisens angehoben und verrutschen.

Nach dem Bügeln der einen Seite muss geguckt werden, ob auch wirklich alle Perlen zusammenkleben, vor allem die am Rand. Meist ist das ganz gut durchs transparente Papier hindurch zu erkennen, aber gerade bei Motiven, die bis an den Rand der Platte gelegt sind, solltet ihr vorsichtig den Rand des Papiers anheben (Achtung, heiß!) und gucken, ob die Perlen am Rand auch wirklich aneinander kleben. Wenn nicht, vorsichtig weiterbügeln, eventuell nur mit der Spitze des Bügeleisens. Auch das Backpapier kann manchmal ein wenig zum Formen genutzt werden.fertiger Fisch, gebügelt

Wenn diese Seite fertig ist, kann die Platte mit dem Papier darauf vorsichtig umgedreht werden (Achtung, immer noch heiß!). Jetzt sollten sich die Perlen von der Platte lösen, sodass ein weiteres Backpapier obenauf gelegt und das Motiv auch von der Rückseite gebügelt werden kann. Wenn es wirklich die Rückseite ist (z. B. bei Textmotiven, die sonst spiegelverkehrt wären), würde ich hier sogar besonders heiß bzw. lange bügeln, damit die Perlen fast quadratisch zusammenschmelzen – das hält hinterher meist besser. Zu guter Letzt sollte das Motiv während des zehnminütigen Abkühlens beschwert werden (Bücher drauflegen!), damit es sich nicht nachträglich wölbt.transparente Flossen

Damit war der Fisch fertig. Wie ihr sehen könnt, sind die transparenten Flossen im Licht deutlich heller; da der Fisch ans Fenster gehängt werden sollte, sah das auch ziemlich cool aus, muss ich sagen. ;)

Im nächsten Bügelperlen-Eintrag wird es um die Eigenschaften, Farben und das Zubehör von HAMA-Perlen gehen. Wir lesen uns!

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