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Schrankfarben im Zimmer

Front „Marius“, helle Ahorn-Nachbildung, gerundete Applikationen in Rubinrot

Oder: Aus Alt mach Neu.

In meinem Zimmer stehen nur helle Möbel, weil ich solche am liebsten mag. Ein Teil davon ist schon etwas älter, ein anderer (vorwiegend Schränke) vor zwei Jahren gekauft worden. Die neuen Schränke stammen aus der Wellemöbel-Kollektion „All Around in Konzept“, welche ich total liebe und später erweitern möchte (die bisherigen Möbel werden natürlich allesamt in meine zukünftige Wohnung mitgenommen werden). Leider hat diese Kollektion aber auch einen Haken: sie ist verdammt teuer!

Das verwandtschaftliche Mitfinanzierungsbudget (lies: Weihnachts- bzw. Geburtstagsgeschenke) war daher schnell erschöpft, der Bedarf an Möbeln in meinem Zimmer damit aber leider noch nicht gedeckt. Da ich keinen Stauraum entbehren konnte, mussten daher einige der alten Möbel bleiben… darunter auch ein Ungetüm von einem hässlichen, dunkelbraunen DDR-Schrank.

Schrank (alt)

Dieser Schrank hob sich farblich derart vom Rest meines Zimmers ab, dass eine Generalüberholung unvermeidbar war. Ihn mit heller Farbe anzustreichen ging aufgrund seiner Oberflächenbeschaffung leider nicht, sodass ich stattdessen zu einer teureren (aber auch unweit hübscheren) Variante greifen musste: Klebefolie! Diese gibt es in mehreren Varianten im Baumarkt, wo ich mich nach einem kritischen Farbvergleich (und natürlich nach einem akribischen Ausmessen der zu beklebenden Flächen) für Birke statt Ahorn entschied.

Zu Hause kam dann der anstrengende Teil, da mein mathematikverweigerndes Gehirn ständig neue Berechnungen anstellen musste, um so viele Seitenstücke wie möglich aus einer Rolle herauszubekommen. Klappte glücklicherweise ohne Fehler.

"Verjüngungsprozess"Schrank (neu)Vor dem Aufkleben hatte ich die Schrankoberfläche noch einmal ordentlich sauber poliert, da sich unter einer solchen Folie quasi jedes Staubkorn abbildet. Um Luftblasen zu verhindern, verwendete ich einen Gummiwischer, sodass am Ende eine schön glatte Fläche entstand. Um Geld zu sparen, beklebte ich den inneren Teil des Schranks nicht – das heißt natürlich, dass ich ihn nie öffnen darf, wenn Besuch da ist. ;) Auch die Regalunterseiten sind noch immer dunkelbraun, denn ich müsste mich schon hinlegen, um diesen Makel zu entdecken.

Um den Schrank meiner „Marius“-Reihe noch ähnlicher wirken zu lassen, hatte ich deckende rote sowie schwarze Acrylfarbe gekauft und so lange gemischt, bis ich endlich den Farbton der Original-Schränke getroffen hatte. Der oben und unten leicht hervorstehende Teil der Türen bot sich optimal für diese Akzentsetzung an. Zu guter Letzt ersetzte ich die zwei hässlichen schwarzen Türknäufe aus Plastik mit schlanken matt-silbernenen, et voilà:

Der treue alte DDR-Schrank ist optisch im 21. Jahrhundert angekommen! ;)

Eingegliedert ins Zimmer

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